Rassebeschreibung Herdwick Schaf


 

 Inhaltsverzeichnis

  • Erscheinungsbild
  • Eigenschaften

Das Herdwickschaf


Wir haben im Moment 8 Herdwick in unserem Hüteteam

DE01 06 105 08042 Geb. 2020     /     DE01 06 104 93133 Kennzeichnung 2 Geb. 2021

DE01 06 105 08050 Geb. 2020    /      DE01 06 104 93115 Kennzeichnung 10 Geb. 2021

DE01 06 105 08052  Geb. 2020   /      DE01 06 104 93134 Kennzeichnung 11 Geb. 2021

DE01 06 105 08053  Geb. 2020   /      DE01 07 103 39708 Momo                  Geb. 2023     


Diese Jährlinge sehen etwas zerzaust aus, da sie ihr Vlies abwerfen. Durch die Kreutzung unter anderem mit Haarschafen, kommt das einmalig vor.


Erscheinungsbild


Das Herdwick ist ein mittelgroßes Schaf, dessen Wollfarbe bei ausgewachsenen Tieren von hell- über dunkelgrau bis blaugrau reicht. Frisch geborene Lämmer sind zunächst grau bis schwarz. Einjährige Herdwicks haben eine dunkelbraune Wolle, die in den weiteren Lebensjahren zu hell- bis dunkelgrau aufhellt. Die Beine sind bis zum Vorderknie beziehungsweise bis zum Sprunggelenk bewollt, die Farbe der auffallend stämmigen Beine ist weiß. Der Kopf ist ramsförmig und sollte ebenfalls weiß oder hellgrau sein. Schwarze Merkmale an Kopf oder Beinen entsprechen nicht dem Rassestandard. Böcke weisen Hörner auf, die schneckenförmig wachsen und haben eine abfallende Rückenlinie. Bei Böcken sollte außerdem die Wolle am Hals mähnenartig verlängert sein.  Weibliche Tiere sind im Gegensatz zu den Böcken immer hornlos.  In der Regel bringen die Mutterschafe nur ein Lamm zur Welt, das im April geboren wird. Auf Grund der rauen Wetterbedingungen überlebt häufig eine große Zahl der Lämmer ihre ersten Lebensmonate nicht.

 

Böcke erreichen eine Widerristhöhe von 75 Zentimeter und wiegen zwischen 75 und 90 Kilogramm. Die Weibchen erreichen eine Widerristhöhe von 70 Zentimeter und wiegen zwischen 60 und 65 Kilogramm.

 

Die Wollleistung beträgt zwischen 1,5 und 2,5 Kilogramm pro Jahr. Die Wolle ist sehr grob und wird fast ausschließlich zur Herstellung von Teppichen verwendet. Sie spielt heute bei der Haltung der Schafe nur eine untergeordnete Rolle, da auf Grund der niedrigen Wollpreise die Schur der Schafe kaum lohnt. Herdwicks, die ein wohlschmeckendes Fleisch haben, werden heute vorwiegend zur Landschaftspflege eingesetzt.

 

 

Eigenschaften

 

Standorttreue und Robustheit

Herdwicks gelten als ausgesprochen robuste und genügsame Schafe und sind in der Lage, mit den schwierigen Wetterbedingungen des niederschlagsreichen Lake Districts zurechtzukommen. Philip Walling bezeichnet sie in seinem Buch Counting Sheep sogar als die robusteste Rasse Großbritanniens überhaupt, nennt sie aber eine nur halbdomestizierte Rasse.

 

Sie sind im Winterhalbjahr in der Lage, auf den Weiden in den Hügeln und Bergen des Lake Districts ausreichend Nahrung zu finden. Herdwicks kommen auch auf ausgesprochen kargen Weiden zurecht und ihnen wird auch im Winterhalbjahr in der Regel nicht zugefüttert. Es gibt einzelne Berichte von Herdwicks, die über die Dauer von Wochen eingeschneit waren und obwohl sie aus Hunger ihre eigene Wolle gefressen hätten, sich von dieser Notzeit vollständig wieder erholt hätten.

 

Herdwicks sind außerdem ausgesprochen standorttreu, eine wesentliche Eigenschaft in der hügeligen Landschaft des Lake Districts, in der die Weiden meist nur durch niedrige Steinwälle begrenzt sind.  Walling weist darauf hin, dass auf Grund der mageren Weide die Schafe nur langsam heranwachsen und Weibchen häufig erst in ihrem dritten Lebensjahr gedeckt werden können. Es sei deshalb typisch, in den Hügeln des Lake Districts Schafherden anzutreffen, in denen drei oder vier Generationen von Schafen gemeinsam grasen. Herdwicks entwickeln dabei einen ausgesprochenen Instinkt, auf die Weideplätze zurückzukehren, auf denen sie aufgewachsen sind. Es wird von Herdwick-Mutterschafen berichtet, die auf den Viehauktionen im Herbst auf andere Höfe verkauft wurden, im Frühjahr aber wieder auf ihre heimatlichen Weideplätze zurückgekehrt seien. Sie fanden dabei über eine Distanz von vierzig bis fünfzig Meilen zu ihren ursprünglichen Weiden zurück.  Walling führt weiter aus, dass er nur wenig Schafrassen kenne, die in vergleichbarer Weise in der Lage seien, Schwächen in der Umzäunung ihrer Weide zu erkennen und dies auszunutzen. 

 

Quelle: Wikipedia


- Schafe sind seit Jahrtausenden sehr nützlich -